Was geschieht in der Waldläuferbande?

Hast du dich schon mal gefragt, was Kinder in der Waldläuferbande so alles erleben?
Wir haben ein paar Ausschnitte zur zusammen gefasst… Sieh selbst…

Nun hier ist der „Waldläuferbande-Bericht“ von letztem Jahr… (Herbst 2016 – Sommer 2017)

Der Herbst

Die Waldläuferbande war bereits im Herbst ein voller Erfolg. Dank der gewährten Förderung und der Bewerbung für diese, kamen sehr viele Kinder zu uns und wir starteten den Herbst mit 16 Kinder. Da der Herbst 2016 in der Region in der wir uns aufhielten ein Mastjahr für die Buchen war, bot es sich an, die Bucheckern gleich in vielfältiger Weise kennen zu lernen und so wurden fast bei jeder Waldläuferbande Buchäckern geröstet. Die Blätter fielen zu uns herunter und wir nutzten diese Gelegenheit eine spannende Schnitzeljagd mit den Blättern zu machen. Auf diese Art lernten wir Linde, Eiche, Esche, Hainbuche, Ahorn, Buche, Haselnuss…. kennen.

Wir begannen mit dem Bogenbau… – Stabbögen wie in der Steinzeit. Wir gingen mit den Kindern die Bogen bauen wollten und jede/r suchte sich einen besonderen Baum für den Bogen aus und begann dann das Werk. Ein Prozess bei dem die Kinder vieles über die Eigenschaften des ausgewählten Holzes lernten. Nicht jeder Bogen wurde fertig, aber der Weg war Ziel…
Auch andere Aktivitäten, wie sich in Tiere hinein zu versetzen so wie allerlei Botanisches wurde erklärt, erlebt und wahrgenommen.
Dabei konnte uns nicht einmal der Regen aufhalten. In einem Tipi fanden wir Schutz wenn der Regen allzu stark wurde. Zwei Wochen später wurden wir dafür mit einem Pilzreichen Wald belohnt. So konnten wir uns mit den essbaren und giftigen Pilzen des Waldes beschäftigen.
Am letzten Tag der Herbst Waldläuferbande wurde den Kindern die Möglichkeit gegeben im Wald zu übernachten. An jenem Tag interessierten wir uns unter anderem auch für die Isolier-Fähigkeit von Laub. Wie ein Igel sammelten wir einen großen Laubhaufen zusammen. Einem Jungen gefiel das so sehr, dass er sogar statt in seinem Schlafsack nur mit der Kleidung und einer Haube in dem Laubhaufen übernachtete.

 

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Der Winter

Nachdem wir das erste Waldläuferbande-Treffen im Winter dem Schneeball werfen und Iglu bauen gewidmet hatten, konnten wir uns in den darauffolgenden Treffen auf die Spuren im Schnee konzentrieren. Die Tiere im Öllinger Wald gaben uns viele Rätsel auf, wie zum Beispiel eine Eichhörnchenspur die plötzlich 5-6m weit von jedem Baum beginnt. Wir fanden auch viele andere Spuren die uns sehr viel Aufschluss über den Aufenthaltsort, die Futterplätze und die Gewohnheiten der heimischen Tierwelt gaben. Sehr erstaunt waren die Kinder auch darüber, dass es Insekten gab die der Kälte trotzten.
Leider gab es auch einen verstauchten Knöchel, wir benutzten diese Gelegenheit, um zu zeigen wie man mit einer Plane und zwei Stöcken jemanden befördert.
Es war immer sehr wichtig die Kinder warm zu halten und so wurde auch viel Holz gesammelt. Es gab einiges an Gelegenheit die verschiedenen Hölzer zu bearbeiten und sie kennen zu lernen. Das Feuer für das wir fleißig gesammelt hatten wärmte uns am letzten Tag der Winterbande die ganze Nacht durch.

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Der Frühling

Selbstverständlich ließen uns die Tiere, die wir im Winter so eingehend erforscht hatten nicht los und das erste Rehbett das wir fanden wurde gleich mal ausprobiert. Wir versetzten uns in den Geist eines Rehs und überlegten uns wie es wäre so zu schlafen und welche Vorteile Rehe durch diese Betten haben.

Der Frühling stand bei uns allerdings im Zeichen der Kräuter und Vögel. Die Kinder lernten die Vogelsprache, – kennen wie sich Warnrufe und sich Harmonierufe unterscheiden. Es wurden einige Spiele gespielt, bei denen die Kinder die Nahrungsketten der Vögel kennen lernten. Sie erkannten, dass Habichte zwar an der Spitze der Nahrungskette standen allerdings nur durch das anstrengende Leben eines erfolgreichen Jägers überleben konnten. der Eichelhäher hingegen in seiner Mitte Position als Beutevogel und Nesträuber, keine so leichte Aufgabe hat weil er um seine Brut zu ernähren die Nester anderer Vögel plündern muss. Die Amsel findet ein breites Nahrungsangebot, ist allerdings regelmäßig von Attacken diverser Beutegreifer ausgesetzt.

Es wurde Huflattichhonig angesetzt, Brennnesselchips gemacht, Salben gekocht, Wurzeln gegraben, und das Mittagessen wurde mit reichlich Kräutern und Wurzeln verfeinert.

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Der Sommer

Im Sommer ging es ums integrieren der gelernten Fähigkeiten. In den letzten drei Jahreszeiten lernten die Kinder viele verschiedene Dinge. Im Sommer machten wir weniger Neues, vertieften aber dafür das bereits Gelernte. Die Kinder die neu dazugekommen waren, lernten von denen die schon länger dabei sind… An einem Vormittag wurde den Kindern im Morgenkreis die Aufgabe gegeben sich das Mittagessen selbst zu machen. Dazu gehörte ein Feuer zu entzünden auf dem man kochen kann, das nötige Brennholz zu sammeln, Kartoffeln und Zwiebeln selbst ausgraben, Gewürze durften sie aus der Küche nehmen. Kräuter sammelten sie selbstständig. Die Kinder teilten sich selbstständig in verschiedene Gruppen auf. Bei diesem gruppendynamischen Prozess war es sehr spannend zu beobachten welche Rollen die Kinder einnahmen. Es dauerte nicht lange und die Kinder teilten die Aufgaben unter sich auf. Bemerkenswert fanden wir, dass Alle sogar die Kleinen eine Aufgabe erhielten und diese zum Wohl des gemeinsamen Essens beitrug. Es dauerte zwar bis 13:30 bis das Essen fertig war, dafür schmeckt es den Kindern umso besser.
Den letzten Termin der Waldläuferbande machten wir den ganzen Samstag und Sonntag Programm – mit Übernachtung. Um den Eltern der Kinder zu zeigen was ihre Kinder bereits konnten, luden wir sie am Sonntagnachmittag zu einem gemeinsamen ausklingen der Waldläuferbande ein. Die Waldläufer zeigten ihren Eltern wie man Feuer macht, Stockbrot zubereitet, wie man sich im Wald tarnt und schleicht und welche Kräuter das Essen noch ein bisschen verfeinern können. Natürlich gab es auch noch eine Runde Achtsamer Stockkampf – das Lieblingsspiel der Kinder. An jenem Tag regnete es und so ergab sich die natürliche Notwendigkeit auch gleich die Künste im Knotenkunde und Unterstandsbau anzuwenden….

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Na … Lust bekommen?

Die Waldläuferbande startet wieder ab September in Salzburg und St. Georgen

Für alle die schon zu alt sind, wir machen auch Survivalkurse für Erwachsene beginn ist im Oktober

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