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Die Natur spüren leicht gemacht

 Vom Bäume spüren

Wie bring man Menschen dazu die Natur zu spüren? Eigentlich ist das ganz leicht. Man muss nur….einmal den für uns wichtigsten Sinn „ausblenden“. Das geht am besten mit einer Augenbinde. Unsere Augen sind es nämlich, die uns oft taub und unempfindlich gegenüber anderen Sinneseindrücken machen. Hier möchte ich ein ganz einfaches Spiel vorstellen. Wir nennen es „Baum kennenlernen“. Ziel des Spiels ist es die Menschen die Natur spüren zu lassen und dabei auch noch die Sinne zu schärfen.

Erfahrungen

Ich habe bisher immer gute Erfahrungen gemacht. Die Teilnehmer haben meist viel gelernt und oft wollten es die Kinder nochmals spielen.

Baum kennenlernen

Kennzahlen
Spieler:
  • 2 (oder 2er- Gruppen)
Benötigtes Material:
  • pro Gruppe eine Augenbinde
  • ein Baum
Spieldauer:
  • je nach gewünschten Umfang zw. 20 min und 2 Stunden

Einleitung zu Bäume spüren

Ich leite das Spiel ganz gerne mit einer Geschichte ein. Jeder ist frei was er da erzählt, für mich ist es wichtig, dass sie lehrreich und gleichzeitig herausfordernd ist. Ich mag es auch, wenn die Geschichte gleich das Spiel erklärt. So werden die Regeln aufmerksamer aufgenommen.

Es war einmal vor langer Zeit. Ich glaube irgendwo bei den Indianern oder so. Da gab es einen Stamm und wenn es Zeit wurde für einen Jugendlichen, Erwachsen zu werden, machten sie mit dem ein ganz besonderes Ritual. Sie verbanden Jugendlichen die Augen. Der Pate des Jugendlichen hatte die Aufgabe, den Blinden tief in den Wald zu führen.

FührenKilometerweit gings da blind über Stock und Stein in den Wald. Es war eine Ehrensache für den Paten, dass er ja gut auf sein Patenkind aufpasste. Dass der Blinde nicht in einen Baum laufe oder gar wo runter fiel.

Der Pate ging dort hin wohin ihn sein Herz leitete. Weit weg vom Dorf an einer Stelle an der der Jugendliche noch nie zuvor war, wurde er vom Paten dann zu einem Baum gesetzt. Unter diesem Baum sollte der Blinde dann die nächsten 4 Tage verbringen. In 4 Tagen lernt man seinen Baum gut kennen. – Die Rinde, das Moos und jeder Ast ließen so langsam ein Bild und ein Gefühl im Blinden entstehen… Nicht nur ein Gefühl für den Baum, sondern auch für den Platz..

Als die 4 Tage um waren, wurde der Blinde vom Paten wieder – kilometerweit ins Dorf zurück geführt. Als sie dort ankamen wurde ihm zum ersten Mal seit 4 Tagen die Augenbinde abgenommen. Jetzt war es die Aufgabe des Jugendlichen den einen Kilometer weit entfernten Baum im Wald, unter dem er vier Tage saß, wieder zu finden und damit Erwachsen zu werden.

Was glaubt ihr ? – Fast jeder von ihnen hat den ganz speziellen Baum wieder gefunden.

Wir können heute die Kurzversion davon spielen, wenn ihr Lust habt. Glaubt ihr ihr schafft es euren Baum wieder zu finden?

Spielregeln zum spüren

Jetzt geht jeder mit seinem Paten einen Baum suchen. Den Blinden sollte man am Baum eine Weile dort in Ruhe lassen. Hier kann der Blinde all die Ritzen, Moose, vielleicht auch Spinnweben und was da sonst noch am Baum ist ertasten. Man kann die Leute auch mit einer Frage zum Baum schicken oder mit einer Meditationsaufgabe. Hier ist vieles Möglich.
Am Ende wird der Blinde wieder zum Ausgangspunkt geführt. Jetzt wird die Augenbinde abgenommen und der Baum gesucht. – 90% der Leute schaffen das aufs erste mal!

Wichtig ist: die Augen sind weg! Die beanspruchen normalerweise 80% unserer bewussten Wahrnehmung. Jetzt verlässt sich man sich auf hören, fühlen, Intuition um vieles noch viel mehr. – Potentiale werden genutzt, von denen viele nicht einmal wissen, dass sie sie haben.

Fazit

Mit dieser einfachen Übung schaltet man alle Sinne auf 100% und der Mensch öffnet sich für seine Intuition. Viel Spaß beim Ausprobieren!Führen 2