Demian Roth – Bushkind

(Demian Roth)

Nach einer langen Wanderschaft, fand ich meine Heimat im Land der Berge.  Ich hatte das Glück in einer chaotisch, lebensfrohen, Liebe schenkenden Familie aufzuwachsen. Gut genährt mit achso ekliger Biokost stürzte ich mich gerne in  Abenteuer mit meinen Gefährtenfreuden, begleitet von Tieren, behütet von meiner besten Freundin MamaWildnis.

Als heranwachsender Halbstarker lief ich dem Mainstream hinterher und träumte von Geschenken der modernen Welt. Auf Erfolg als Maturant der Wirtschaft folgte Demut in der Lehre des Zimmermanns. Ich tauschte zwei linke in zwei rechte  Hände und errang mir eine neue Welt, die des Handwerks und seiner Kunst. In großer Dankbarkeit an den Baum und seine vielfältige Hingabe.

Gekrönt zum „Papa“ durfte auch ich die Liebe der Hingabe erspüren, die Freude unseren Sprössling der Zukunft die Sanftheit und Kostbarkeiten unserer Mutternatur nahe zu bringen und aufmerksam selbst Lehrling zu sein.

In Dankbarkeit und Bewunderung aller Tiere und Lebewesen die uns Platz gewähren, aller Naturvölker, Mütter, Väter, Großmütter und Großväter die das Wissen, ihre Lehren und Geschichten über unsere Heimat, und den verantwortungsvollen Umgang damit, weitergeben, und all jener die es inspiriert nachahmen, erfüllt es mich mit einem rundum wohligem guten Gefühl und Ehre dies Wissen zu erfahren und weiter geben zu dürfen.

Demian

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Da sagte die Engelwurz zu dem Wissenschaftler:
„Hälst du es für möglich einen Menschen vollständig zu zerlegen, ihn auf seine chemikalischen Grundbestandteile zu reduzieren, das Ergebnis in eine messende und analysierende Maschine zu speisen und dann daraus zu schließen, ob er ein begabter Maler oder ein kreativer Musiker ist? Nein? Warum glaubst du dann, dass du etwas über mich weißt, wenn du das mit meinem physischen Körper getan hast?“

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„Ja, aber wie sonst soll ich etwas über die Heilkräfte einer Pflanze erfahren?“ fragt der verunsicherte Wissenschaftler.
„Frage die Alten, die Weisen, sie werden es dir sagen“ antwortete dei Engelwurz.

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„Aber wir ahben keine alten Weisen mehr und kaum Überlieferungen!“ seufzte der Wissenschaftler.

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„Dann werde selber ein Weiser! Nimm mich als Lehrer. Komm setz dich zu mir. Ich werde Dir die Rituale und Zauberworte schenken, mit denen du meine Geschwister rufen kannst.“

(W.D. Storl)